Imagekampagne Dachmarke “Die Geodäten” und Imagebildung

Die drei großen Geodätenverbände in Deutschland - DVW, VDV und BDVI – haben sich in der Sieker Deklaration und in den Folgetreffen darauf verständigt, die geodätische Profession in verschiedenen gesellschaftlichen Zielgruppen besser sichtbar zu machen.

Image in der Öffentlichkeit

Dieser Beschluss hat diverse Grundlagen und Zielstellungen.
Allem voran steht die Erkenntnis, dass wir in allen Ebenen vom Vermessungstechniker über Geomatiker und Bachelor bis hin zu Master und Assessor ein deutliches Nachwuchsproblem haben.
Aber auch in Kundenkreisen, Politik und Gesellschaft ist das Wissen um unsere Profession verbesserungswürdig. Bei gesellschaftlichen Megathemen wie Energiewende, demographischer Wandel, Klimawandel, aber auch Stuttgart21 oder Bankenkrise (Stichwort Beleihungswert) steht geodätische Expertise nicht im Fokus. Doch wir wollen und können uns dort positionieren. Letztlich gehört aber auch unser eigenes Auftreten als Geodäten zur Sichtbarkeit der Profession. Jeder Berufsträger darf und muss sich bewusst sein, dass er oder sie als Geodät nicht nur einen Beruf ausübt, sondern selbstbewusst anderen die Erkenntnis vermittelt: Geodäten schaffen gesellschaftliche Mehrwerte. Denn nur diese Sichtbarkeit der Berufsträger überbringt die Nachricht an den Nachwuchs: Hier gibt es ein anspruchsvolles, spannendes und zukunftsfähiges Berufsfeld, wo sich eine Ausbildung lohnt.

Image für den Nachwuchs

Potentiellen Nachwuchs können wir in erster Linie auf Ebene der Schulabgänger gewinnen. An dieser Stelle ist es noch völlig belanglos, ob das Berufsziel Forschung, Geoinformationsbranche, Vermessungsverwaltung, Landentwicklung, Bewertung oder ÖbVI sein kann oder soll. Man muss den Nachwuchs zunächst für die Branche gewinnen.

Die geodätische Profession ist erklärungsbedürftig

Laut Marketingexperten ist die geodätische Profession höchst erklärungsbedürftig, egal welchen Markennamen man verwendet, denn ähnlich wie bei Tempotaschentüchern muss der Markenname nicht einmal das Produkt definieren.

Wir haben uns auf die Dachmarke “Die Geodäten” in Verbindung mit “arbeitsplatz-erde.de” geeinigt. Damit wird dem Adressaten des Markennamens gleich eine erste Erklärung desselben mitgeliefert. Die Wort-/Bildmarke wurde in Zusammenarbeit mit der Creativ-Agentur “junge-meister” entwickelt. Zur Marke gibt es verschiedene Vorlagen, die jedem Interessierten kostenfrei über die Verbände zugänglich sind. Eine vielfache Benutzung ist ausdrücklich erwünscht.

Die Imagekampagne

Unter Verwendung dieser Wort-/Bildmarke haben die Verbände eine Imagekampagne initiiert. Das Grundmotiv der Imagekampagne wird immer gleich sein: Im oberen Teil erscheint die Marke (das Logo) “Die Geodäten”. Der zentrale Bildteil ist immer eingerahmt (fokussiert) von zwei Händen. Die Art der Handdarstellung soll das (Ab)messen, aber auch das Abschätzen im Sinne von bewerten und abwägen symbolisieren. Die Hände selbst, aber insbesondere das Bildmotiv, kann und soll variieren. Erläuternd wird immer die Wortkombination Präzision, Expertise, Geodäten im unteren Bildteil erscheinen. Am unteren Seitenteil ist Platz für eine kurze und prägnante Bildbeschreibung (zielgerichtete Aussage zum Motiv) vorgesehen. Ein Quick Response (QR) Code soll direkt zu näheren Erläuterungen zum Thema im Internet führen.

Mit dieser Systematik können sowohl Hauptbetätigungsfelder der Geodäten abgebildet, als auch Positionen zu gesellschaftlichen Themen bezogen werden. Als Beispiel sei die geodätische Expertise bei der Netzplanung genannt - in der Darstellung denkbar als Stromtransportnetz im Bildhintergrund, eingerahmt von den beiden Händen. In der Kurzerläuterung erscheinen knappe Hinweise auf die geodätische Expertise bei der Netzplanung und im Internet flankierend dazu entsprechende Statements und Expertenmeinungen.

 

Hier können Sie die Sieker Deklaration herunterladen.

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